Rückblick TSG ./. Oldenburger SV

30. April 2019

Waren die Rollen gegen die mit hochklassigen Spielern gespickten Oldenburger im Vorwege schon klar definiert, so wurden die Voraussetzungen bis Spielbeginn täglich schlechter. Im Urlaub befindliche Spieler (3), Taufe, Verletzungen, Erkrankungen. Nach und nach fielen Spieler aus, so dass sich Tom Langfeld nach vielen Jahren der Abwesenheit bereit erklärte, sich als einziger Spieler auf die Reservebank zu setzen. Darüber hinaus musste aus den übrigen 11 eine Mannschaft gestellt werden, die gegen die Wucht der Oldenburger bestehen sollte. So wurden einige Spieler erstmalig in der Startelf gesichtet, andere wiederum spielten komplett neue Rollen im System.

Torsicherung genoss oberste Priorität, nach vorne das Prinzip der Nadelstiche. Mit Glück, Geschick, aber auch einer gehörigen Portion Einsatz und Klarheit gelang es uns, die „0“ bis zur 34.Minute zu halten. Dann führte ein katastrophaler und völlig überflüssiger Hackentrick dazu, dass die Oldenburger ihre Qualitäten im Umschaltspiel einsetzen konnten und das 0:1 erzielten. Und wieder ein individueller Fehler, der uns richte weh getan hat. Noch nicht erholt bekamen wir in der 37. Minute nach einer Ecke das 0:2. So ging es in die Pause.

Ab der 46. Minute gleiches Spiel. Wir verteidigten geschickt, versuchten nach Balleroberung das Spiel auch mal in die gegnerische Hälfte zu transportieren. So auch in 67. Minute, als der Ball ohne Bedrängnis im Aufbauspiel den Oldenburgern in die Füße gespielt wurde. Das daraus resultierende 0:3 durch Bork war sehenswert und unnötig zugleich. Das 0:4 war dann den schwindenden Kräften zuzuschreiben. Dennoch kämpfte die Mannschaft leidenschaftlich, feuerte sich an und spielte zunehmend mutiger. Der eingewechselte Langfeld, dem explizit unser Dank für die Bereitschaft gilt, brachte frischen Wind ins Spiel. So war es Felix Wagner vorbehalten, nach gutem Angriff und feiner Einzelaktion das 1:4 zu erzielen. Tayfun Otluoglu hatte noch eine weitere gute Chance, doch der Mut wurde nicht weiter belohnt.

Fazit: Eine kämpferisch herausragende Leistung, die unter diesen Umständen kaum zu erwarten war. Alle gingen an ihre Grenzen, es wurde sich gewehrt und dagegengehalten. Das Ergebnis ist fast nebensächlich, auch wenn es den Abstieg nahezu besiegelte. Diese Tugenden gilt es in den verbleibenden Spielen, unabhängig von Abstieg oder Ergebnis, zu bringen. Das Mindeste, was wir uns schuldig sind!!!!